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Ratgeber · Praxis

Voll- oder nebenberuflich — und was lässt sich verdienen?

Vorweg, weil es zur Ehrlichkeit gehört: Niemand kann Ihnen ein Einkommen versprechen — auch wir nicht. Was wir können: die Rechenlogik einer HP-Psych-Praxis transparent machen, damit Sie selbst realistisch planen können.

Die Rechenlogik einer HP-Psych-Praxis

Heilpraktiker für Psychotherapie arbeiten mit Selbstzahlern und legen ihr Honorar selbst fest. Marktüblich sind — je nach Region, Erfahrung und Verfahren — Stundensätze im mittleren zweistelligen bis unteren dreistelligen Bereich pro Sitzung. Daraus ergibt sich eine einfache Überschlagsrechnung: Wochenstunden mit Klienten × Honorar × etwa 42 Arbeitswochen ergibt den Jahresumsatz — davon gehen Praxismiete, Versicherungen, Fortbildung und Steuern ab.

In der Branche gilt als Faustregel: Wer 10 bis 20 Klientenstunden pro Woche kontinuierlich füllt, erreicht ein Einkommen in der Größenordnung einer Vollzeitstelle. Der Weg dorthin dauert allerdings — eine Praxis füllt sich über Monate bis Jahre, nicht über Nacht.

Eigene Praxis planen
Zwei Wege

Der nebenberufliche Start ist der Normalfall

Nebenberuflich starten

Die meisten Absolventen beginnen mit wenigen Abend- oder Wochenendterminen neben dem bestehenden Beruf. Vorteile: kein Einkommensdruck, die Praxis wächst mit der Erfahrung, das Honorar kann mit steigender Nachfrage angepasst werden. Der bestehende Job finanziert den Aufbau — das nimmt der Selbstständigkeit die Existenzangst.

Vollzeit-Praxis als Ziel

Der Sprung in die Vollzeit-Praxis lohnt, sobald die Warteliste konstant voller ist als der Kalender. Dann zählen unternehmerische Themen: Positionierung auf ein klares Thema, Sichtbarkeit (Google-Profil, Website, Empfehlungen), saubere Abrechnung und Rücklagen für ruhigere Monate.

Nächster Schritt

Erst die Erlaubnis — dann die Praxis

Am Anfang jeder Praxis steht die bestandene amtsärztliche Überprüfung. Genau darauf bereiten wir Sie vor — berufsbegleitend, in 9 Monaten.